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Samsung kündigt SSD 840 Evo und erste NVMe-SSD an - Druckversion

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Samsung kündigt SSD 840 Evo und erste NVMe-SSD an - Olaf - 18.07.2013 22:15

Quelle: computerbase.de

Im Rahmen des 2013 Samsung SSD Global Summit hat der südkoreanische Speicherspezialist Samsung Neuheiten im SSD-Bereich vorgestellt. Im Fokus standen dabei die neue SSD-Serie 840 Evo für Konsumenten sowie eine neue Enterprise-SSD nach NVMe-Spezifikation.

Mit den SSD 840 Evo erweitert der Hersteller die erfolgreiche 840-Familie (840 und 840 Pro) um Modelle auf „Einstiegs-Niveau“, so der Wortlaut des Herstellers. Dabei kommt wie bei der 840-Serie TLC-NAND-Flash mit 3 Bit pro Zelle zum Einsatz. Allerdings wird bei den Neulingen bereits die aktuellste Generation mit in 19 nm gefertigten 128-Gigabit-Chips verwendet, obgleich Samsung in der Pressemitteilung in gewohnter Manier lediglich von NAND der „10-nm-Klasse“ spricht, was somit zwar nicht falsch ist, aber deutlich fortschrittlicher als 19 nm klingt. Als Controller kommt ein auf 400 MHz beschleunigter MEX-Chip aus eigenem Hause zum Einsatz. Dank der hohen Speicherdichte der aktuellsten TLC-NAND-Generation von Samsung werden nun erstmals in der 840-Familie Kapazitäten von 750 Gigabyte und sogar einem Terabyte angeboten.

Während die angegebene Leseleistung nahezu auf gleichem Niveau wie bei der SSD 840 liegt, wird insgesamt eine höhere Schreibleistung versprochen. Insbesondere die sequenzielle Schreibrate liegt demnach höher als bei der 840-Serie und kann auf dem Papier sogar mit der MLC-basierten 840 Pro mithalten. Diese Werte verdankt die 840 Evo allerdings einer Technik namens „Turbo Write“, wobei es sich offenbar um ein Pendant zu SanDisks in der Extreme II SSD eingesetzten „nCache“ handelt. Ein Teil des TLC-Speichers wird dabei wie SLC-Speicher behandelt und entsprechend nur mit einem Bit pro Zelle beschrieben. Diese Zwischenspeicherung bietet insbesondere bei kleinen Dateien Leistungsvorteile. Ist der simulierte SLC-Cache jedoch voll, fällt die Schreibrate offenbar auf für aktuelle TLC-basierte SSDs typisches Niveau zurück.

Folgende Preise nennt Samsung für die fünf verschiedenen Modelle in der Basisausstattung, einige Varianten sollen zudem als etwas teurere „Kits“ angeboten werden.

120 GB: 109,99 US-Dollar
250 GB: 189,99 US-Dollar
500 GB: 369,99 US-Dollar
750 GB: 529,99 US-Dollar
1 TB: 649,99 US-Dollar

Ferner stellt Samsung die für den Unternehmenseinsatz konzipierte SSD XS1715 vor. Diese entspricht als eine der ersten SSDs der Spezifikation Non-Volatile Memory Express (NVMe), deren Zweck es ist, einen einheitlichen Standard für SSDs zu schaffen, die über die PCI-Express-Schnittstelle Daten übertragen. Für NVMe-basierte SSDs sollen Betriebssysteme lediglich einen universellen Treiber benötigen, während für herkömmliche PCI-Express-SSDs stets individuelle Treiber nötig sind. NVMe gilt dabei als Nachfolger des AHCI-Protokolls und bietet demgegenüber offenbar einige Vorteile.

Die Samsung XS1715 kommt im verbreiteten 2,5-Zoll-Format mit Kapazitäten von 400 GB, 800 GB und 1,6 TB daher und soll sequenzielle Transferraten von 3.000 MB/s lesend sowie bis zu 740.000 IOPS bei zufälligen Lesezugriffen erzielen. Diese enorme Leistung soll die SSD insbesondere beim Einsatz in Storage-Servern ausspielen.


So langsam werden SSD's immer erschwinglicher aber auch leistungsfähiger. Samsung hat bei dieser Entwicklung als "Billiganbieter" sicher einen nicht unerheblichen Anteil. Für uns Verbraucher kann dies nur gut sein, denn HDD's sind grundsätzlich zu unzuverlässig und langsam, zudem unterliegen sie einen mechanischen Verschleiß.


RE: Samsung kündigt SSD 840 Evo und erste NVMe-SSD an - Chris - 27.07.2013 12:32

Was interessiert mich die Schreibrate einer SSD!? Die Leserate ist entscheidend. Schreibzyklen sollten bei einer SSD so oder so möglichst vermieden und nur die nötigsten Sachen raufgespielt werden. Wenn die Qualität der Speicherzellen in den nächsten Jahren gesteigert wurde, dann mag dass alles kein Problem mehr sein, aber eine SSD als Datengrab würde ich nicht nutzen wollen. Trotzdem: Wenn ich so daran denke, dass die ersten 8 GB SSD's gute 200 Euro gekostet haben und die Technik im Endverbrauchermarkt noch nicht sehr alt ist, ist der Preisverfall bei den Dingern ganz schön erheblich. Eigentlich genau so wie mit allem anderen. Flachbildfernseher und TFT-Monitore waren auch mal unbezahlbar und heute bekommt man recht gute Produkte für 200 - 300 Euro gekauft.


RE: Samsung kündigt SSD 840 Evo und erste NVMe-SSD an - Olaf - 29.07.2013 09:28

Als Datenspeicher würde ich SSD's sicher auch nicht einsetzen, es sei denn, sie würden auf das Niveau von HDD's sinken. Ich nutze immer noch die gute alte DVD als Speichermedium aller Daten. Geht da etwas kaputt, sinds halt nur 4 GB, die man verliert. Festplattencrashes hatte ich zwar nicht viele, aber der letzte Crash einer 500 GB Platte bescherte mir doch einiges an Arbeit, um die Daten noch zu retten, was letztendlich auch gelang.

Das ultimative Speichermedium gibt es eh noch nicht, alle haben irgendwo ihre Vor- und Nachteile und so muß man für sich selbst den besten Weg finden. Würde ich nicht soviel Musik, Filme, Software etc haben, würde ich eine HDD in Betracht ziehen, wo ich meine Backups ablegen würde. Nur für diese Methode habe ich einfach zu viele Daten auf dem Rechner.

Demnächst werde ich mal alles, was nur mit dem PP Forum zu tun hat sichern und selbst da werden wohl 4-5 DVD's benötigt werden. Wir waren halt sehr fleißig Chris und da sammelt sich schon mal ne Menge an.

MfG Olaf


RE: Samsung kündigt SSD 840 Evo und erste NVMe-SSD an - Chris - 05.08.2013 18:25

Der Ansatz der optischen Datenträger mit den Pit's und Land (Täler und Erhebungen) ist ansich ja nicht verkehrt. Das Problematische ist das Material aus dem die Silberlinge hergestellt sind. Selbst unter optimalen Bedingungen zersetzt sich das Polymer der Scheiben nach ca. 15 bis 20 Jahren, was ja logisch ist bei organischen Bestandteilen. Theoretisch bräuchte man ein Material was sich mit einem Laser bearbeiten lässt, gegen äußere Umwelteinflüsse und Beschädigungen höchst resistent und gleichermaßen billig ist.