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Wird Valentino Rossi um seinen 10. WM Titel betrogen?
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Olaf
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Am 25.10.2015 fand in der MotoGP einer der geschichtsträchtigten, wenn nicht sogar das geschichtsträchste Duell statt.

Hauptakteure waren Valentino Rossi und Marc Marquez. Um die Sache beurteilen zu können, muß man den WM Stand als auch die Vorgeschichte kennen.

[Bild: motogp2015-01.png]

Quelle: motorsport-total.com
Der packende Grand Prix von Australien war auch fünf Tage später in Sepang ein Gesprächsthema. Bei der Pressekonferenz am Donnerstag wurden die MotoGP-Protagonisten noch einmal zu dem packenden Vierkampf befragt. Valentino Rossi, Jorge Lorenzo, Andrea Iannone und Marc Marquez lachten und bekundeten mit strahlenden Augen, dass sie sich das Video mehrmals angesehen haben. Allerdings schoss Rossi dabei auch eine Speerspitze Richtung Marquez ab und unterstellte dem Honda-Fahrer, dass er Lorenzo geholfen hat.

"Wenn wir ein weiteres Rennen wie Phillip Island haben, dann müssen wir mit Marquez sprechen. Während des Rennens war es schwierig zu verstehen, aber als ich mir die Wiederholung angesehen habe, war es klar, dass er mit uns gespielt hat", sagt Rossi in der Pressekonferenz. "Ich glaube, dass sein Ziel nicht nur der Sieg war, sondern er wollte Lorenzo helfen, damit er sich vorne absetzt und mehr Punkte holt als ich", stellt der Routinier in den Raum.

Am Ende schnappte sich Marquez noch in der letzten Runde Lorenzo und fuhr auf Phillip Island als Erster ins Ziel. Rossi wurde hinter Iannone Vierter. Somit schrumpfte Rossis WM-Vorsprung auf elf Punkte. "Seit Phillip Island ist klar, dass Jorge einen neuen Unterstützter hat! Das ist Marc. Und das ändert natürlich viel, weil Marc das Potenzial hat, an der Spitze alleine wegzufahren. Das wäre dann ein anderes Rennen."

Frage an Lorenzo: Hat dir Marquez geholfen? "Na klar, vor allem in der letzten Runde", winkt Lorenzo lachend ab. Doch Rossi ist mit seiner Meinung nicht ganz alleine: "Ich glaube auch, dass Marc mit uns gespielt hat", entgegnet Iannone und nennt ein Beispiel: "Nach 15 Runden ist er in Kurve 5 langsam gewesen und ich konnte ihn einfach überholen. Ich verstehe seine Strategie nicht, weil er eine sehr gute Pace hatte."
Marquez von Rossis Anschuldigungen verwundert

Marquez saß in der Pressekonferenz direkt neben Rossi und konnte diese Anschuldigungen nicht glauben: "Natürlich nicht. Ich bin mein Rennen gefahren! Wenn ich Lorenzo helfen wollen würde, dann wäre ich in der letzten Runde nicht dieses Risiko eingegangen und hätte ihn nicht überholt", rechtfertigt sich Marquez. "Ich weiß nicht, warum Valentino das sagt." Bereits direkt nach dem Rennen am vergangenen Sonntag hatte der Spanier gemeint, dass sein Reifen überhitzt hatte und er deshalb zu einem Zeitpunkt im Rennen etwas langsamer werden musste.

"Wir sehen auch an den Daten, dass die Honda den Vorderreifen stark pusht", liefert Marquez auch gleich eine technische Erklärung. "Und in Australien hatten wir den weichsten Vorderreifen zur Verfügung. Ich hatte im Laufe der 27 Runden Mühe. Klar wollte ich das Rennen kontrollieren und ich habe auch gegen Halbzeit versucht, mir einen Vorsprung herauszufahren. Das war aber nicht möglich."

Marquez stellt auch klar, dass er maximal seinem Honda-Teamkollegen Dani Pedrosa unter gewissen Umständen helfen würde, sonst niemandem: "Man weiß, dass ich sehr selten ein Rennen von Start bis ins Ziel anführe. Ich habe das beste Ergebnis für das Team geholt. Ich würde nur meinem Teamkollegen helfen, ansonsten pushe ich für den Sieg." Rossi brachte sogar die Liste mit den Rundenzeiten von Phillip Island zur Pressekonferenz mit und diskutierte im Anschluss mit den italienischen Journalisten darüber. Das zeigt, dass er diese Attacke auf Marquez geplant hatte. Die große Frage ist nur: Wozu?

Ich denke mal, mit diesem Interview hat Rossi Öl ins Feuer gegossen, denn im Verlaufe des Jahres waren die beiden schon öfter aneinander geraten (Argentinien und Assen), immer mit dem besseren Ende für Rossi. Bei aller Erfahrung die er hat, er wäre hier besser beraten gewesen, wenn er sich zu Marquez gar nicht geäußert hätte, egal was in Phillip Island (Australien) eine Woche zuvor geschah.

Die Ereignisse im Verlaufe des Jahres hatten Marquez sicher schon genug gewurmt gehabt, aber dann diese Aussagen von Rossi, das war Marquez sicher zuviel. Das er dann im darauf folgenden Rennen aber derart offensichtlich "parteiisch" eingreift, ist eines amtierenden Weltmeisters, der keine Chance auf die Titelverteidigung hat, mehr als unwürdig. Seht selbst:





Die eigentliche Szene, um die es geht:





Man sieht, wie Marquez (93) sich an Rossi (46) anlehnt und mit dem Kopf das linke Bein berührt. Lt. Rossis Aussage rutschte dieser dabei von der Fußraste ab und machte eine Reflexbewegung Richtung Marquez. Seien wir ehrlich, von so einen kleinen Schubs kann Marquez nicht umgefallen sein, zumal er nach innen fiel, also die Seite, wo er sich an Rossi anlehnte. Rossi selbst gab zu, Marquez etwas nach außen gedrängt zu haben, was nach dem bisherigen Rennverlauf mehr als verständlich war. Die 2 überholten sich in nahezu jeder zweiten Kurve und um was es Marquez hierbei ging war mehr als augenscheinlich. Während er Lorenzo ohne jede Gegenwehr überholen ließ, bremste er Rossi so ein, daß selbst die Verfolger fast den Anschluß wieder fanden. Er wollte Rossi derart in Kämpfe verwickeln, daß dieser soviel Punkte wie möglich auf Lorenzo verliert. Warum werden sich jetzt viele fragen und da verweise ich doch gerne auf das Interview vom 22.10.15.

Was nach dem Rennen folgte war eine Farce. Rossi wurde mit 3 Strafpunkten bestraft, wodurch er beim Saisonfinale in Valencia (Spanien) vom letzten Startplatz starten muß. Der eigentliche Verursacher (Marquez) des Unfalls kam dagegen straffrei davon. Bei normalen Rennverlauf sind die 7 Punkte Vorsprung, die Rossi hat, gar nichts wert. Selbst wenn die anderen Fahrer mit Rossi sympathisieren, so weiß Lorenzo seinen persönlichen Buddyguard in Form von Marquez mit auf der Strecke, welcher ja notfalls Rossi zur Strecke bringen kann. Von daher ist das Saisonfinale jetzt schon entschieden - sollte es anders kommen, so wäre dies ein Wunder oder schlicht die Dämlichkeit oder auch der Arroganz der spanischen Fahrer geschuldet.

Wie Lorenzo tickt, daß bewies er im Interview nach dem Rennen:
Ehrlich gesagt denke ich nicht, dass es eine gute Entscheidung ist. Er hat Marc rausgeworfen. Marc ist gestürzt und hat keine Punkte geholt. Valentino hat aber 16 Punkte geholt. Ich denke, dass es unfair ist. Dank seines Namens ist er dieses Mal nicht bestraft worden.
Valentino sollte die gleichen Punkte wie Marc bekommen. Ohne diesen Vorfall wäre Marc nicht gestürzt und vielleicht Dritter geworden.
Vielleicht regnet es, und dann ist er in einer oder zwei Runden wieder dran. Wenn es trocken bleibt, dann wird er größere Probleme haben. Trotzdem hat er noch gute Chancen, Weltmeister zu werden
Das ist kein faires Finale für die Meisterschaft. Für mich wäre er dann dieses Mal kein fairer Champion.
Wir haben den Respekt vor ihm als Sportler verloren. Er ist ein toller Fahrer, vielleicht der beste in der Geschichte. Ich glaube aber, dass viele Leute ihre Meinung über ihn als Sportsmann ändern werden.

Ich frage mich, was Lorenzo so raucht? Dieser Mann ist von Ehrgeiz derart zerfressen, daß er dem eigenen Teamkollegen die Pest am Hals wünscht bzw. rufschädigend beleidigt. Man muß hier feststellen, daß Lorenzo 4-facher Weltmeister ist, 2x in der MotoGP. Er hat Angst vor Rossi und würde am liebsten am grünen Tisch schon vor Valencia Weltmeister sein. Lorenzo und Rossi sind bei Yamaha Teamkollegen - ich denke mal, nicht mehr lange.

Auch drei Tage nach dem kontroversen Malaysia-Grand-Prix in Sepang kehrt keine Ruhe ein. Nachdem Valentino Rossi am Dienstag klarstellte, nicht vorzeitig aufzugeben und beim Saisonfinale in Valencia noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren, meldet sich nun Honda-Sponsor Repsol und droht mit einem Ausstieg aus der MotoGP.

Der börsennotierte Erdölkonzern ist seit 1995 Hauptsponsor des Honda-Werksteams. Der Vorfall in Sepang wird von den Repsol-Verantwortlichen scharf verurteilt. In einem Statement heißt es: "In der siebten Runde des Rennens verstärkte sich der Kampf zwischen Marquez und Rossi um den dritten Platz. Es kam zu vielen Überholmanövern. Dann holte der Italiener mit einer absolut bewussten Aktion mit dem Fuß aus und trat den Repsol-Honda-Fahrer, der daraufhin stürzte."

"Auch wenn Marquez glücklicherweise unverletzt blieb, ist für Repsol das Verhalten von Rossi nicht akzeptabel, denn es gefährdete auf eine vorsätzliche und unsportliche Art und Weise die Sicherheit des Repsol-Honda-Werkspiloten. Repsol bewertet dieses Manöver als unsportliches Vorgehen und macht klar, dass es nicht mit den Werten des Sports und Wettbewerbs vereinbar ist", so die Mitteilung.

Der HRC-Sponsor ist nach wie vor überzeugt, Rossi habe mit dem Fuß getreten und Marquez damit absichtlich zu Fall gebracht. Die TV-Aufnahmen sprechen eine andere Sprache. Und auch die Rennleitung sieht den Vorfall anders. Rossi wurde für das Manöver bestraft, doch die Strafe bezog sich auf das Abdrängen und nicht auf einen etwaigen Fußtritt.

Doch Repsol bleibt bei seiner Sichtweise und überlegt nun, sich aus der MotoGP zu verabschieden: "Repsol ist sehr enttäuscht, dass es zu solchen Situationen wie am Sonntag in Sepang kommen kann, vor allem weil das Unternehmen stolz auf sportlichen Werte ist: Gemeinschaft, Kampfgeist und die absolute Hingabe der Fahrer. Ohne diese Werte sieht Repsol keinen Sinn darin, sich als Sponsor in diesem Sport zu beteiligen."

Repsols Ausstiegsdrohung hat einen mehr als bitteren Beigeschmack. Das spanische Unternehmen arbeitet seit vielen Jahren mit Marquez zusammen und durchlebte damit in der Vergangenheit einige Kontroversen. In der Moto2 machte sich Marquez mit seiner aggressiven Fahrweise nicht nur Freunde. Für einige Manöver erhielt der ehemalige Suter-Pilot Strafen. So musste er bei zwei Grand Prix vom letzten Startplatz ins Rennen gehen.

Unter anderem geriet der Spanier während seiner Moto2-Zeit mit Tom Lüthi, Pol Espargaro, Mika Kallio, Simone Corsi und Ratthapark Wilairot aneinander. In der MotoGP verärgerte er bereits in seiner Debütsaison die Routiniers Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa. Dass Repsol nun die Moralkeule schwingt, darf also kritisch betrachtet werden.

Soll Repsol doch aussteigen, am besten mit Honda zusammen und sollen sie Lorenzo und Marquez gleich mitnehmen. Ein Hersteller (Honda), der behauptet, daß mit ihren Motorrad jeder Affe Weltmeister werden kann, hat eh nichts in einer WM verloren. Mit jener Aussage jagde man einst Rossi zu Yamaha.

Ganz anders äußert sich jemand, der wohl die qualifizierteste Meinung aller Experten haben kann, ohne in die Sache selbst involviert zu sein: Alex Hoffmann (Wikipedia) (Homepage)

Alex ist Kommentator, Moderator und Interviewer bei Eurosport, fuhr selbst 6 Jahre bis 2007 in der MotoGP und ist aktuell Testfahrer bei KTM.

Quelle: motorsport-total.com

Seit dem kontroversen Zwischenfall beim Malaysia-Grand-Prix in Sepang gab es in den sozialen Netzwerken unzählige Meinungen zu Valentino Rossis Verhalten. Bei den Fans, den Fahrerkollegen und den MotoGP-Experten gibt es nach wie vor keine einheitliche Meinung: Es gibt Sympathisanten, die Rossis Manöver verteidigen, aber auch Gegner, die den Routinier vorwerfen, den Sport geschädigt zu haben.

TV-Experte und Ex-Racer Alex Hofmann stellt sich auf Rossis Seite und hinterfragt, was Marc Marquez motiviert hat, den WM-Führenden so energisch herauszufordern. Via 'Twitter' macht sich der ehemalige MotoGP-Pilot Luft und stellt klar, dass ihn die meisten Kommentare in den sozialen Netzwerken nerven.

"Nun lassen wir den ehemaligen Racer in mir zu Wort kommen. Es tut mir leid, dass ich 99,9999 Prozent der anderen damit ausschließe. Wer sich nie mit einer MotoGP-Maschine einen harten Kampf in Sepang geliefert hat, bei dem sehr viel Adrenalin, Leidenschaft, Frustration, Hoffnung, Risiko, Enttäuschung und eine gewisse Aufopferung im Spiel sind, der kann kein Urteil darüber abgeben", betont Hofmann energisch.

"Es treffen Leidenschaft und Adrenalin aufeinander. Zudem kommt die persönliche Gefühlslage dazu und die Fahrer sollen dann bei über 300 km/h binnen Millisekunden ihre Entscheidungen treffen. Ihr Couchpotatoes seid so lustig", kritisiert Hofmann die teilweise unsportlichen Meinungen der MotoGP-Fans. Dass es in Sepang zu einem Zwischenfall kommen wird, ahnte Hofmann bereits nach wenigen Runden, als der Zweikampf zwischen Marc Maruqez und Rossi immer intensiver wurde.

"Der Racer in mir prophezeite den Sturz in Termas und auch den Zwischenfall in Sepang, bevor er passierte, weil er alle Faktoren genau kannte. Ich weiß, wie die Jungs unter ihren Helmen ticken", schreibt Hofmann, der von 1999 bis 2007 Stammpilot in der Motorrad-Weltmeisterschaft war.

"Der Racer in mir kann nicht ganz nachvollziehen, welche Beweggründe Marc Marquez in diesen zwei Rennen hatte. Der Racer in mir hat vollstes Verständnis für eine Reaktion, wie sie Valentino Rossi in dieser besonderen Situation zeigte. Egal, ob sie richtig oder falsch war, fair oder unfair", bemerkt Hofmann. "Ich kann selbst Loris Capirossis Manöver in der Saison 1998 nachvollziehen - oder das von Marco Melandri 1999 oder Hans Spaan und alle weiteren Zwischenfälle bevor. Sie verfolgten auf der Strecke einen Traum und waren mit dem Herzen echte Racer. Deswegen lieben wir sie."

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Tatsache ist, bei den Experten kommen die Spanier meist schlecht weg.

Viele User in den sozialen Netzwerken glauben auch an eine Verschwörung.

Javier Alonso, Geschäftsführer von MotoGP-Vermarkter DORNA = Spanien
Vito Ippolito, FIM-Präsident = Spanien
Lorenzo (Yamaha) = Spanien
Marquez (Honda) = Spanien

Wer da an Zufall bei der Strafe glaubt muß schon wirklich sehr naiv sein. Die spanische Armada des 21. Jahrhunderts läßt eine WM zur Farce verkommen. Was die Vermarkter der MotoGP vergessen ist, dass Rossi weltweit mehr Fans hat, als alle anderen MotoGP Fahrer zusammen. Fans sind eine Macht sang einst Frank Schöbel: Petition auf change.org

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 31.10.2015 11:31 von Olaf.)
30.10.2015 23:39
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Olaf
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Beitrag #2 down up
RE: Wird Valentino Rossi um seinen 10. WM Titel betrogen?

Unter der Woche tat sich so einiges, der ein oder andere Kommentar wurde abgegeben, ein Sponsor zog sich zurück und Lorenzo wurde bei den Freitagstrainings vom heimischen Publikum ausgepfiffen. Ja warum wohl das? Lorenzo täte gut daran, mal sein Mundwerk mit ner Klobürste zu reinigen und erst nachzudenken, bevor er den Mund aufmacht. Naja, Hirn bekommt man halt nicht geschenkt.

Quelle: motorsport-total.com

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat die Strafe gegen Valentino Rossi bestätigt. Damit muss der Italiener beim Saisonfinale in Valencia am Sonntag von ganz hinten starten. Dies wurde am Donnerstagnachmittag bestätigt. Rossi hatte für seine Kollision mit Marc Marquez in Sepang drei Strafpunkte kassiert. Insgesamt kommt der Italiener damit auf vier Zähler, was bedeutet, dass er beim nächsten Rennen (in diesem Fall Valencia) von ganz hinten starten muss.

Rossi hatte daraufhin beim CAS Berufung gegen die Strafe eingelegt. Auch Jorge Lorenzo wollte sich an dem Verfahren beteiligen, allerdings lehnte der Sportgerichtshof diese Bitte ab. Durch das Urteil sind Rossis Chancen auf den WM-Titel stark gesunken. Zwar liegt der Italiener in der Weltmeisterschaft vor dem letzten Saisonrennen sieben Punkte vor Lorenzo, doch durch das Handicap wird er es am Sonntag extrem schwer haben.

Sollte Lorenzo das Rennen nämlich gewinnen, musste Rossi von ganz hinten bis auf Rang zwei nach vorne fahren. Und selbst wenn der Spanier nur Dritter werden sollte, musste Rossi mindestens bis auf Rang sechs nach vorne fahren. Das große Finale der MotoGP-Saison 2015 findet am Sonntag um 14:00 Uhr statt. Rossi steht vor seinem zehnten WM-Titel, für Lorenzo wäre es Titel Nummer fünf.

Bereits am Mittwoch fand in Lausanne beim CAS die Anhörung im Fall "Valentino Rossi gegen die FIM" statt. Der Weltverband wurde dabei von seinem juristischen Leiter Richard Perret vertreten. Am Donnerstag gab der Sportgerichtshof schließlich sein Urteil bekannt, die Strafe gegen Rossi nicht aufzuheben. In einer offiziellen Mitteilung heißt es: "Der Richter des CAS hat festgestellt, dass keine Gründe vorliegen, um die Strafe auszusetzen."

Quelle: motorsport-total.com

Auch kurz vor dem MotoGP-Finale in Valencia reißen die Diskussionen um den Unfall zwischen Marc Marquez und Valentino Rossi beim Großen Preis von Malaysia 2015 in Sepang nicht ab. Selbst in Spanien, dem Heimatland von Marc Marquez und Jorge Lorenzo, sind die Lager stark gespalten. Alfonso Gonzales Nieto, der Neffe von Angel Nieto, der zwischen 1997 und 2011 in der 125er-, der 250er-Klasse, der Moto2 und der Superbike-WM selbst Rennen gefahren ist, stellt sich gegen seinen Landsmann.

In einem Interview mit dem spanischen Fernsehsender 'Mega Television' klagt er Marc Marquez an: "Beide Hondas hatten eine bessere Pace und Marquez kämpft um Platz vier mit Rossi, acht bis zehn Sekunden von der Spitze weg. Das ist nicht logisch!" Zwar muss hier korrigierend eingefügt werden, dass der Kampf um den dritten Platz ging, doch die Message ist klar: Marquez hatte siegfähiges Material, habe sich aber dazu entschieden, Rossi absichtlich einzubremsen. Genau das hatte der Italiener Marquez am Donnerstag vor dem Rennen offen vorgeworfen.

Nieto wirft den Blick auf das Gesamtbild: "Alles hat in Argentinien begonnen. Dort hat Marquez das Rennen gegen Rossi verloren. In Assen hat Valentino wieder gewonnen, nachdem sie sich berührt hatten. Das hat Marquez wahnsinnig werden lassen." Im Laufe seiner Karriere konnte sich der Honda-Pilot mit äußerst aggressiven Manövern immer durchsetzen, sogar gegen Rossi und Lorenzo in der MotoGP. Nun scheiterte er zweimal in einer Saison - eine neue Erfahrung für ihn. "Die Äußerungen Rossis am Donnerstag haben dann die Lunte gezündet", so Nieto.

Hat Rossi Recht?

"Ich glaube, dass Marquez sich schlecht aufgeführt hat", schließt der 36-Jährige daraus. "Er hat verlangsamt, um Rossi aus der Weltmeisterschaft zu bugsieren. Der Rennleiter sagt, dass Marquez nicht bestraft werden kann, weil es unmöglich ist. Er hat schließlich keinen berührt. Aber innerhalb der ungeschriebenen Regeln ist es sehr mies, was er getan hat." Laut der ungeschriebenen Prinzipien hätte Marquez um den Sieg kämpfen müssen, glaubt Nieto. Stattdessen ließ er Lorenzo durch einen diskussionswürdigen Fahrfehler passieren und legte sich danach mit Rossi an.

"Wir haben in den ersten drei Runden so viele Überholmanöver gesehen, ich weiß gar nicht mehr wie viele", kommentiert der Spanier die 14 Überholvorgänge zwischen Rossi und Marquez weiter. "So etwas kann in der letzten Runde passieren, aber nicht in der ersten. Man bremst sich gegenseitig aus. Lorenzo und Pedrosa waren innerhalb von drei bis vier Runden enteilt." Für Nieto ist klar: Das war pure Absicht. "Er hat Rossi absichtlich ausgebremst."

"Rossi ist mein Freund, Marquez ist mein Freund und Lorenzo ist mein Freund. Wir kennen uns alle seit unserer Kindheit", stellt der Vizeweltmeister der 250er-Kategorie von 2002 klar und glaubt zu wissen, wie Marquez tickt. "Er weiß, dass es wahr ist (was Rossi sagt; Anm. d. Red.). Das ist das Problem: Er weiß, dass es wahr ist", postuliert er.

Nieto sicher: Kein Tritt

Yamaha hatte sich im Anschluss an das Sepang-Rennen über die Öffentlichkeitsarbeit von Honda beschwert, die immer wieder einen Tritt Rossis in den Vordergrund rückten. Auch das kann Nieto verstehen: "Ein Motorrad wiegt inklusive Fahrer 200 Kilogramm. Man müsste stark wie Conan sein, um ein Motorrad nur mit einem Tritt umzuwerfen." Dazu gibt er Physik-Unterricht: "Wenn man von rechts gegen ein Motorrad tritt, auf welche Seite fällt es? Natürlich nach links. Auf welche Seite ist Marquez gefallen?", so seine rhetorische Frage.

Nieto ist sich sicher, dass Marquez gar nicht hätte stürzen müssen. "Als Rossi Marquez nach außen drängt, gibt es einen Moment, in dem sich Marquez auf Valentino legt. Und als er das tut, trifft das auch auf den Bremshebel für die Vorderradbremse zu." So rutschte Marquez übers Vorderrad weg. "Selbst die Hälfte der Spanier sagt, dass es keinen Tritt gegeben hat", schließt Nieto ab. Das Berufungsgericht sah die Strafe hingegen als gerechtfertigt an: Es lehnte die Berufung Rossis ab.

Eigentlich müßte die nächste Überschrift lauten: Lorenzos Sponsor zieht sich wegen Lorenzo zurück
Quelle: motorsport-total.com

Die Frage, ob ein Skandal dem Sport eher schadet oder sich sogar positiv auswirken kann, ist nicht immer ganz leicht zu beantworten. Die Kollision zwischen Valentino Rossi und Marc Marquez beim Großen Preis von Malaysia 2015 in Sepang hat der MotoGP viel Berichterstattung kurz vor dem Saisonfinale eingebracht. Es ist wahrscheinlich, dass auch Nicht-Motorradfans nach dem Vorfall sehen wollen, ob Rossi den Titel vom letzten Startplatz holt. Andererseits muss sich Yamaha von einem Sponsor trennen.

Der italienische Uhrenfabrikant Sector No Limits wird die Zusammenarbeit mit Jorge Lorenzo zum Ende der Saison aufgrund der Vorkommnisse beenden. "Sector No Limits ist immer ein Ausdruck von Werten wie Sportlichkeit, Herausforderung, gesundem Wettbewerb und Integrität gewesen", heißt es in einem Statement. "Das ist mit den Ereignissen, die sich in den vergangenen Wochen in der MotoGP-Weltmeisterschaft zugetragen haben, nicht in Einklang zu bringen."

Jorge Lorenzo ist zwar nicht direkt in den Vorfall verwickelt gewesen, doch fällt der Rückzug zum Teil auch auf den Spanier selbst zurück. Dieser hatte zunächst lautstark die Disqualifikation seines WM-Rivalen gefordert und wollte auch im Berufungsverfahren eine aktive Rolle einnehmen, scheiterte jedoch mit diesem Schritt. Obwohl Lorenzo vor dem Saisonfinale in Valencia sieben Punkte hinter Rossi in der Weltmeisterschaft liegt, gilt der 28-Jährige als derjenige, der alles zu verlieren hat.

Bereits vergangene Woche hatte Repsol gedroht, sich aus der MotoGP zurückzuziehen und verwies dabei auf die Werte "Gemeinschaft, Kampfgeist und die absolute Hingabe der Fahrer". Für die MotoGP können ungemütliche Zeiten bevorstehen. Vieles wird nun davon abhängen, wie das Finale abläuft - auf und neben der Strecke.

Ich bin gespannt, wie am Sonntag die Sache ausgeht. Sollte Lorenzo tatsächlich Weltmeister werden, so befürchte ich, werden die wahren Moto GP Fans die Strecke in Valencia in Schutt und Asche legen.

07.11.2015 00:30
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Olaf
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Beitrag #3 down up
RE: Wird Valentino Rossi um seinen 10. WM Titel betrogen?

Wie befürchtet, Lorenzo ist Weltmeister.

Das Rennen in Valencia war eine Farce, zumindestens wenn man sieht, wie Marquez Lorenzo Schützenhilfe geleistet hat bzw. als sein Buddyguart so den eigenen Teamkollegen paroli bietet. Pfui, und sowas nennen andere Sportsgeist, in forderster Linie Repsol, der spanische Großsponsor von Honda.

Ich schaue keine Moto GP mehr, solange die spanische Mafia dort die Strippen zieht.

08.11.2015 14:51
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hinz
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Beitrag #4 down up
RE: Wird Valentino Rossi um seinen 10. WM Titel betrogen?

Hi Olaf,
sehe ich genauso. Marquez ist einfach hinter Lorenzo geblieben, bwohl er eindeutig schneller war. Als dann Pedrosa vorbei wollte hat er mal kurz Gas gegeben und fast noch seinen Teamkollegen abgeschossen. Ganz mies.

MotoGP wird nun auch zur Farce, wie die Formel 1

08.11.2015 18:59
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Olaf
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Beitrag #5 down up
RE: Wird Valentino Rossi um seinen 10. WM Titel betrogen?

Hinz, sowas hat sich bisher nicht einmal die desolate Formel 1 geleistet. Crashgate oder Schumi vs. Ville kommen da am ehesten ran sind aber davon noch etliches entfernt.

Hier mal ein paar Interviews, Zitate und Berichte von motorsport-total.com

Marquez bekommt in den sozialen Medien momentan ganz schön Gegenwind - um es mal vorsichtig auszudrücken. Viele Kommentare gehen dabei auch deutlich unter die Gürtellinie, die wollen wir euch an dieser Stelle aber ersparen. Allerdings sind die Sympathien in der Sache "Rossi vs Marquez" ziemlich klar vorteilt. Und das nicht zugunsten des Spaniers...

Rossi: "Eine Beleidigung"

Der Italiener hat ordentlich gegen Marquez ausgeteilt und seine Aktionen der letzten Wochen unter anderem als "Beleidigung für den Sport" bezeichnet. Harter Tobak. Mehr dazu gleich bei uns!

Rossi hinterfragt Honda

Die Pressekonferenz ist vorbei und gerade stellt sich Rossi den Fragen der Journalisten - beziehungsweise stellt der Vize-Weltmeister sich selbst eine. Ihm ist nämlich nicht so ganz klar, wie Honda es unterstützen kann, dass einer ihrer Piloten (Marquez) einem Yamaha-Fahrer den Sieg ermöglicht. Gemeint ist Marquez' Kampf mit Pedrosa, während er Lorenzo in den gesamten 30 Runden nie attackierte.

Hier dann gleich mal noch das Siegerinterview vom Weltmeister:

Lorenzo erleichtert: Schwerstes Rennen meines Lebens
Nur ein einziges Mal hatte Jorge Lorenzo in dieser Saison mehr Punkte auf dem Konto als Valentino Rossi, doch er hatte sie im richtigen Moment: Am Saisonende. Der jetzt fünfmalige Weltmeister blickt zurück auf ein schwieriges Rennen, in dem er mit einer Reihe von Schwierigkeiten auskommen musste. "Es war eines der schwierigsten Rennen meines Lebens, wenn nicht gar das schwierigste", sagt der 28-Jährige zu seiner Fahrt, die ihm den dritten Titel in der Königsklasse des Motorradsports einbrachte.

"Der Druck war von der ersten Kurve an unglaublich hoch", so Lorenzo weiter. Sollte Marquez sich wirklich dazu entschlossen haben, seinen Landsmann nicht zu attackieren, hat dieser davon zumindest nichts gewusst. "Ich habe versucht, mit dem frischen Reifen in den ersten Runden am Limit zu fahren", rekapituliert der Weltmeister sein Rennen. "Dann wurde es schwierig, weil der Hinterreifen angefangen hat zu walken - sowohl bei der Kurvenfahrt als auch beim Beschleunigen."

Dadurch geriet der Plan des Mallorquiners, konstant Zeiten im Bereich von 1:31.5 Minuten zu fahren, durcheinander. "Später waren sogar hohe 31er-Zeiten schwierig und gegen Ende bin ich in den 32er-Bereich abgerutscht", erinnert er sich. "Da konnte ich auch sehen, dass Marc und vor allem Pedrosa immer näher kamen." Lorenzo musste vorsichtiger fahren als er wollte und trotzdem seine Aggression abwägen, um den Reifen nicht zu überfahren. "Ich bin von der ersten Kurve bis zur letzten am Limit gefahren und habe das Maximum aus dem Motorrad und den Reifen herausgeholt", versichert er.

Emotionale Auslaufrunde

Die Reifen waren nicht Lorenzos einziges Problem. "Ich konnte die Hälfte der Runden mein Pitboard nicht lesen", sagt der Yamaha-Pilot. "Es waren zu viele Informationen; ich wusste nicht, auf welcher Position Valentino war und auch nicht, wie viele Runden noch zu fahren waren." Deshalb kam die Zieldurchfahrt für ihn überraschend: "Als ich in der letzten Runde auf die Start-Ziel-Gerade rausbeschleunigt habe, dachte ich, es wären noch ein paar Runden zu fahren. Aber dann sah ich die Zielflagge und wusste, dass ich es geschafft habe und der Titel meiner war."

Die Feierlichkeiten danach habe er gar nicht wirklich genießen können, sagt Lorenzo weiter. Das hatte nicht damit zu tun, dass ein Großteil des Publikums, obwohl das Finale in Spanien stattfand, eher auf Seiten Rossis stand, sondern an ihm selbst, wie er durchblicken lässt: "Immer wenn ich die spanische Flagge entgegennehme, werde ich sehr emotional. Normalerweise weine ich nicht, aber diesmal konnte ich es nicht verhindern. Die ganze Auslaufrunde und die ganzen Feierlichkeiten konnte ich gar nicht richtig genießen, weil ich so emotional gewesen bin."

Das Rennen und seinen Titel muss Lorenzo erst einmal sacken lassen. "Das hat sich letztlich gelohnt, denn jetzt bin ich fünfmaliger Weltmeister, dreimal in der MotoGP", freut sich Lorenzo. " Damit stehe ich jetzt in einer Reihe mit Legenden wie Wayne Rayney, Kenny Roberts sen., oder in der weiteren Motorsportwelt Ayrton Senna. Das müssen wir heute Nacht, morgen und nächste Woche richtig genießen." Viel Zeit hat er dazu nicht, denn bereits am Dienstag stehen die ersten Testfahrten mit dem Material für 2016 auf dem Programm.


Rossi schießt gegen Marquez: "Er hat Lorenzo beschützt"
Für Valentino Rossi ist die Situation beim MotoGP-Finale in Valencia klar: Marc Marquez hat Jorge Lorenzo abgeschirmt und "Bodyguard" gespielt, damit der WM-Titel in Spanien bleibt und Rossi nicht gewinnt. "Das Rennen war blamabel und die letzten Runden waren schlecht für unseren Sport. So etwas ist noch nie zuvor passiert", sagt Rossi nach seinem vierten Platz, der zu wenig für den WM-Titel war. "Marc Marquez hat sich dazu entschieden, Lorenzo zu beschützen und ihm zu helfen, damit er die WM gewinnt. Das Problem hat in Phillip Island begonnen und ist anschließend immer schlimmer und schlimmer geworden."

Rossi kam es sehr seltsam vor, dass Marquez Lorenzo die gesamte Renndistanz wie ein Schatten folgte und auch im letzten Renndrittel schneller wirkte, aber keinen einzigen Angriff setzt: "Wenn man sich die Rennen von Marc Marquez in den vergangenen beiden Jahren angesehen hat, dann weiß man, dass er immer ein Überholmanöver versuchen wird", erinnert Rossi an Manöver wie Jerez 2013 oder Assen in diesem Jahr.

"Die erste Frage ist: Warum hat Marc Marquez nicht einmal versucht Jorge Lorenzo zu überholen? Warum hat er es in der letzten Runde nicht ein einziges Mal versucht? Die Situation wurde für Dani Pedrosa sehr unangenehm. Pedrosa lag weit zurück und hat am Ende zwei Sekunden aufgeholt. Das bedeutet, dass das die Pace von Jorge war und Marc nur gewartet hat", sagt Rossi seine Sicht der Dinge klipp und klar.

Marc Marquez streitet ab

In der Pressekonferenz wurde Marquez mit Rossis Attacken konfrontiert. Der Spanier verstand die Welt nicht mehr und winkte ab: "Das hat er in Phillip Island auch schon gesagt. Da habe ich es nicht verstanden, denn da habe ich ihm fünf Punkte verschafft und Iannone hat ihm vier weggenommen, beginnt Marquez mit dem Anfang der Geschichte. "Nach Phillip Island haben wir uns noch die Hände gegeben und alles war okay. Dann kamen wir nach Malaysia und da kam es am Donnerstag zu diesen Vorfällen."

Sichtlich verärgert setzt der entthronte Weltmeister fort: "Wenn ich heute versucht hätte, den 'Bodyguard' für Lorenzo zu spielen, dann wäre ich fünf oder sechs Sekunden hinter ihm gefahren und wäre nicht das Risiko eingegangen, ihm zu folgen. Ich bin in diesem Rennen ein großes Risiko eingegangen und wenn ich tatsächlich dieses Ziel gehabt hätte, dann wäre ich zehn Sekunden hinter ihm geblieben. Es wäre ganz einfach gewesen. Mein Ziel war es aber wie immer, 100 Prozent zu geben und um den Sieg zu kämpfen."

Rossi kann über Marquez nur lachen: "Wenn er den Helm abnimmt, sagt er, dass das nicht stimmt. Aber er weiß genau, wenn ich mir es im Fernsehen ansehe, dann ist es klar, dass er Lorenzo hilft. Für mich ist Marc deswegen glücklich", findet der Routinier deutliche Worte und denkt auch an die Fans: "Ich persönlich, und ich denke auch viele Leute, wollten so ein WM-Finale nach einer tollen Saison nicht sehen. Ich denke, dass diese WM eine der besten der vergangenen Jahre hätte werden können. Leider hat sich in den letzten drei Rennen etwas verändert. Niemand hat das erwartet."

Rossi: "Auf diese Art ist es nicht fair"

Durch die Vorkommnisse von Malaysia waren Rossis Chancen durch den letzten Startplatz schon von vornherein gering. "Mir war am Donnerstag klar, dass meine WM vorbei ist, weil mir klar war, dass Marquez seine Arbeit zu Ende bringen und Lorenzo beschützen wird. Ich habe das bereits am Donnerstag gesagt und es ist genau so eingetreten, wie ich es vorausgesagt habe." Trotzdem präsentierte sich Rossi am späten Sonntagnachmittag den Medien gut gelaunt und locker.

Man hatte fast den Eindruck, dass er die WM-Niederlage lockerer wegsteckt als viele seiner Fans. "Ich bin nicht enttäuscht, weil ich meine Karten so gut wie möglich ausgespielt habe, aber dieses Finale macht mich traurig. Ich war bereit, die WM an Jorge zu verlieren, weil er immer sehr schnell ist. Auf diese Art ist es aber nicht fair." Trotzdem verlor Rossi die WM nicht zwangsweise in Valencia, denn mehr als der vierte Platz wäre auch mit einem Startplatz in den ersten beiden Reihen kaum möglich gewesen.

"Es war ein seltsames Wochenende, denn ich wusste, dass meine Chancen sehr klein waren. Ich war heute nicht sehr schnell. Es stimmt aber auch, dass ich mit frischen Reifen am Anfang im Verkehr überholen musste. Dadurch konnte ich nicht mein Maximum geben. Wenn ich auf einem normalen Startplatz gestanden wäre, hätte ich zumindest versuchen können mit Jorge zu kämpfen", seufzt Rossi. Und trotzdem hätte sich die WM in den letzten beiden Runden noch drehen können, wenn beide Honda-Fahrer an Lorenzo vorbeigegangen wären.

Speziell Pedrosa war in der Schlussphase gut unterwegs. Deswegen kann Rossi die Einstellung der Honda-Bosse überhaupt nicht nachvollziehen. "Für mich ist die Position von Honda schwer zu verstehen: Wie kann ein Hersteller damit einverstanden sein, wenn er Yamaha zum Titel verhilft und gegen den eigenen Teamkollegen kämpft. Das ist sehr merkwürdig, ich verstehe es nicht", schüttelt Rossi den Kopf. Sein Band mit Honda ist ohnehin seit mehr als zehn Jahren zerschnitten.

Es stellt sich die Frage, wie es in Zukunft weitergehen wird. Haben die letzten drei Rennen die Büchse der Pandora geöffnet und wir stehen erst am Anfang eines großen Krieges? "Diese Geschichte ist momentan sehr heiß, aber für die nächste Saison werden andere Dinge sehr wichtig - die Motivation", denkt Rossi an die kommenden Monate. "Diese Geschichte ändert meine Zukunft nicht. Ich habe meinen Vertrag mit Yamaha unterschrieben. Ich war in dieser Saison konkurrenzfähig und mache im nächsten Jahr weiter. Dann werde ich weiter entscheiden."


Hier noch ein Bild welches Bände spricht ...

[Bild: 2015-11-08-motogp01.jpg]

Ich habe dort auch einen Kommentar hinterlassen:

Gestaunt habe ich über Eurosport, denn sie nahmen fast kein Blatt vorm Mund und beschrieben die Situation fast so, wie sie war: Schiebung

Die MotoGP hat sich mit diesen Rennen keine Freunde gemacht und heute sicher viele Fans verloren (auch mich). Ich warte nur noch auf andere Interviews und Stellungsnahmen (Dorna, Sponsoren wie Honda), wo man der 46 wegen seiner Interviews Rufschädigung nachsagt und ihn wohlmöglich sperrt.

Alle die in Sepang Rossi der Unsportlichkeit bezichtigt haben, sollten spätestens jetzt von der Moto GP ausgeschlossen werden (Heuchler Lorenzo, MM der Butler, Repsol und alle spanischen Funktionäre wegen Korruption). Anders ist diese Geschichte nicht mehr zu kitten.


(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 09.11.2015 00:20 von Olaf.)
08.11.2015 23:44
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Beitrag #6 down up
RE: Valentino Rossi wurde um seinen 10. WM Titel betrogen!

Hier mal witziges zum Thema:





[Bild: 2015-11-08-motogp02.jpg]

(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.11.2015 02:04 von Olaf.)
12.11.2015 00:26
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Beitrag #7 down up
RE: Valentino Rossi wurde um seinen 10. WM Titel betrogen!

Quelle: motorsport-total.com


Politische WM-Entscheidung? Finale spaltet MotoGP-Welt
Das WM-Finale in Valencia sorgt weiterhin für eine Menge Gesprächsstoff. Allerdings steht dabei überwiegend nicht der dritte Titel von Jorge Lorenzo im Mittelpunkt, sondern viel mehr die Art und Weise, wie der Spanier das Rennen am vergangenen Sonntag gewonnen hat. Valentino Rossi ist fest davon überzeugt, dass Marc Marquez seinen Landsmann bewusst nicht angegriffen hat. Auch TV-Experte Alex Hofmann stimmt dem "Doctor" zu. Stichhaltige Beweise gibt es allerdings nicht.

"Wenn man sich die Fernsehaufnahmen ansieht, dann glaube ich nicht, dass Marquez langsam gemacht hat", erklärt Kouichi Tsuji, Motorsport-Leiter bei Yamaha. Rennleiter Lin Jarvis ergänzt: "Ich habe mir die Erklärungen von Marc und Dani angehört und muss diese respektieren. Ich werte diese persönlich nicht. Es gibt keinen Grund für mich, ihrer Darstellung zu widersprechen."

Marquez selbst stellte nach dem Rennen mehrfach klar, dass er am Limit gefahren sei und 100 Prozent gegeben habe. Er habe Lorenzo deshalb nicht attackiert, weil er Probleme mit seinem Vorderreifen gehabt habe. "Ich wusste, dass Marc und Dani hinter mir waren, aber ich hatte Vertrauen zu Marc, dass es nicht zum Unfall kommen würde, weil er selten stürzt", erklärt Lorenzo derweil.

"Ich hatte Probleme mit dem Hinterreifen, sie mit dem Vorderreifen, deshalb würde ich sagen, es war gleichwertig. Ich wusste, wenn ich nicht pushen würde, war klar, dass die Hondas vorbeiziehen würden. Ich hatte die Strategie, immer an der Spitze zu sein und mich nur aufs Fahren zu konzentrieren. Den Platz an Marc aus Sicherheitsgründen abzugeben kam mir nicht in den Sinn", erklärt der neue Weltmeister.
Sollte der Titel in Spanien bleiben?

Yamaha-Teammanager Wilco Zeelenberg ergänzt: "Ich denke, dass Marc in den ersten zehn Runden sehr hart gepusht hat, um Jorge zu folgen." Er erklärt: "In Valencia gibt es viele enge Kurven. Wir haben bereits gesehen, dass man hier leicht die Front verliert. Er blieb dran, die Pace wurde langsamer und er kam immer näher. Es gab aber nie eine gute Möglichkeit, in eine Lücke zu stechen. Darum hat er es nicht gemacht."

Pikant: Gegenüber spanischen Journalisten soll Lorenzo zugegeben haben, dass die Hondas ihn nicht angegriffen haben, um den Titel so in Spanien zu behalten. "Ich habe gesagt, dass es Spanien verdient hätte, wenn der Titel in Spanien bleiben würde", stellt Lorenzo gegenüber den internationalen Journalisten allerdings klar und verrät: "Die beiden Hondas waren heute sehr schnell, speziell bei Rennende."

"Aber ich denke, Dani und Marc haben sehr gut erklärt, was passiert ist. Man kann sich von außen nicht in die Sache hineinfühlen, man muss darauf vertrauen, was sie sagen", sagt Lorenzo, der seit einigen Tagen ohnehin nicht gut auf die Presse zu sprechen ist. "Ich würde es bevorzugen, wenn diese Polemik in der Presse nicht stattgefunden hätte. Vieles ist nicht wahr gewesen", ärgert sich der Spanier, geht allerdings nicht genauer ins Detail.

Bradl glaubt an "politische" Entscheidung

"Natürlich wäre es schöner, wenn diese ganze Sache mit Valentino und Marc in Sepang nicht gewesen wäre, aber ich denke nicht, dass dies meine Performance dieses Jahr überschattet. Es wird nichts daran ändern, dass ich stolz auf diese Weltmeisterschaft bin", erklärt Lorenzo. Jarvis erklärt im Hinblick auf Lorenzos angebliche Spanien-Aussage derweil: "Ich habe nicht zugehört, als Jorge das gesagt haben soll."

Für ihn steht ohnehin fest: "Genug ist genug. Dies ist ein Moment, in dem wir über seine und Yamahas Meisterschaft reden und nicht in Polemik verfallen sollten. Ich möchte betonen, dass Valentino eine fantastische Saison gefahren ist und dass es ein sehr schwerer Moment für ihn sein dürfte, weil er die Meisterschaft von Beginn an angeführt hat. Wir sind sehr glücklich und ich möchte beiden meine Gratulation aussprechen."

Stefan Bradl erklärt derweil: "Wer am Ende die meisten Punkte hat, ist verdient Weltmeister, da muss man nicht drumherum reden. Er hat die meisten Rennen diese Saison gewonnen." Trotzdem hat auch der Deutsche Zweifel an der Performance von Marquez am Sonntag und erklärt: "Es ist natürlich schade, dass es jetzt so ausgegangen ist, dass der Weltmeister auch politisch entschieden worden ist, aber so ist es nun einmal."



Quelle: motorsport-total.com

TV-Experte Alex Hofmann sicher: Es war ein Nichtangriffspakt
Hat Marc Marquez Jorge Lorenzo den Sieg am Sonntag in Valencia "geschenkt"? Valentino Rossi ist fest davon überzeugt, dass der Spanier seinen Landsmann in den 30 Runden bewusst nicht angegriffen und ihn so zum Weltmeister gemacht hat. Die Fachleute sind sich in dieser Frage nicht ganz einig, TV-Experte Alex Hofmann stimmt Rossi jedoch zu. Bereits während der Live-Übertragung des Rennens auf 'Eurosport' hatte Hofmann erklärt, dass Marquez eindeutig nicht am Limit fahre.

Doch warum ist sich Hofmann so sicher? "Ich lese aus dem Körper und aus dem Fahrstil viel mehr heraus, ob einer Limit ist", erklärt er bei 'ServusTV' den Unterschied zwischen sich und anderen TV-Zuschauern. "Man könnte die alle Schwarz anmalen und ich wüsste, wer das ist und ob er am Limit fährt", so Hofmann, der seine aktive MotoGP-Karriere 2007 beendete und seit 2009 als TV-Experte arbeitet.

"Und natürlich: Ich stehe am Parc Ferme. Wenn die Jungs dort sind und nach diesem Kampf den Helm abnehmen, da habe ich über Jahre die Reaktionen gesehen", ergänzt er in diesem Zusammenhang und erklärt: "Somit weiß ich auch, wann ein Marc Marquez ganz ehrlich lacht und sagt: 'Heute war nicht mehr drin.' Das war für mich am Sonntag das ausschlaggebendste, in dieses Gesicht von Marc Marquez zu gucken."

Marquez völlig anders als gewohnt

"Das war so ein bisschen wie bei meinem vierjährigen Sohn, der um die Ecke kommt und ich weiß genau: Der hat etwas angestellt. Es war nicht ganz ehrlich", ist sich Hofmann sicher. Vor laufenden TV-Kameras hatte Marquez nach dem Rennen mehrfach versichert, dass er Lorenzo angegriffen hätte, wenn sich die Chance geboten hätte. Hofmann merkt jedoch an: "Er ist für mich der radikalste Rennfahrer dieser Welt."

"Der Marc Marquez, so wie ich ihn kenne, hätte dort mehrfach attackiert", stellt der 35-Jährige klar. Auch die Erklärung, die Honda habe Probleme mit dem Vorderreifen gehabt, will er nicht durchgehen lassen. "Es ist schon komisch, wenn diese Probleme nur in den letzten drei Rennen konstant aufkommen - und das immer nur in der Nähe von Valentino Rossi", grübelt Hofmann.

Auf die Frage, ob er davon ausgeht, dass es am Sonntag einen Nichtangriffspakt gab, antwortet er daher ohne zu zögern: "Ja, definitiv." Bereits nach den Vorfällen in Malaysia hatte sich Hofmann auf die Seite von Rossi geschlagen und den Rekordchampion in Schutz genommen. Trotzdem betont er, dass er keinesfalls parteiisch sei. In diesen Situationen spreche lediglich der Sportler aus ihm.
Wie geht es jetzt weiter?

"Ich würde genauso argumentieren, wenn das Thema umgekehrt wäre, und wenn es nicht Valentino Rossi gewesen wäre, der den Kürzeren gezogen hätte. Wenn Rossi diese Aktion gegen andere gemacht hätte, würde ich auch so argumentieren", stellt Hofmann klar und erklärt: "Es ist für mich schade zu sehen, dass toller und fairer Rennsport so aus dem Ruder gelaufen ist."

Doch wie geht es nun weiter? Hofmann selbst würde sich wünschen, dass Rossi und Marquez bald wieder "zusammen ein Bierchen trinken" und die ganze Sache vergessen. Die Chancen darauf stehen derzeit aber wohl sehr schlecht. Interessant ist daher die Frage, was beim Saisonauftakt 2016 in Katar passiert. "Bis dahin werden wir klare Verhältnisse haben", ist sich Hofmann sicher.

"Entweder werden sie sich auf Teufel komm raus hassen - was ich nicht hoffe - oder wir werden sauberen Motorsport sehen, so wie wir es immer geliebt haben und es wollen", erklärt Hofmann. Dass die Affäre auch einen positiven Nebeneffekt hat und dadurch das Interesse an der MotoGP gesteigert wurde, will Hofmann übrigens nicht abstreiten. Für ihn steht allerdings auch fest: "Das hat der Sport nicht nötig."



Quelle: motorsport-total.com

Davide Brivio belastet Marc Marquez schwer
Das Verhalten von Marc Marquez bei den finalen drei Rennen der Saison 2015 sorgte in den vergangenen Wochen für reichlich Gesprächsstoff. Valentino Rossi warf dem Spanier nach dem Australien-Grand-Prix auf Phillip Island vor, das Rennen beeinflusst zu haben. Davon wollte der Titelverteidiger nichts wissen und lachte über die Anschuldigungen. Doch Marquez' Verhalten beim Sepang-Rennen und auch beim Saisonfinale in Valencia bestätigte Rossis Theorie.

Suzuki-Teammanager Davide Brivio hat das Duell zwischen Rossi und Marquez genau verfolgt. Der ehemalige Weggefährte des "Doktors" hat eine klare Meinung. Brivio kritisiert die Rennleitung und ist überzeugt, dass man hätte früher eingreifen sollen. Dann wäre es nicht zum Zwischenfall in Sepang gekommen und die MotoGP-Fans hätten in Valencia ein authentischeres Finale erleben können.

"In Australien konnte man ein ungewöhnliches Verhalten erkennen. Wir realisierten es vermutlich erst, nachdem wir das Rennen analysiert und reflektiert haben", schaut Brivio im Gespräch mit 'RAI Radio' zurück. Spätestens nach der kontroversen Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Malaysia-Grand-Prix hätten die Verantwortlichen eingreifen sollen, meint Brivio.

"Das war der Punkt, an dem die Rennleitung oder die Verantwortlichen das Gespräch hätten suchen sollen. Man hätte Valentino nach den Beweggründen für das Gesagte befragen sollen. Dann hätte man auch Marquez dazu befragen sollen, um sich seine Meinung anzuhören", erklärt Brivio. "Sie hätten wenigsten eine Untersuchung starten und die Fahrer sensibilisieren sollen. Man hätte ihnen sagen sollen, dass man sie im Auge behält und sie solche Dinge vermeiden sollten, wenn sie denn wahr sind."

"Aber es wurde nichts unternommen und alle Fahrer durften beim Rennen in Sepang frei fahren, obwohl es zwischen Valentino und Marquez Spannungen gab", kritisiert Brivio, der auch zum Sturz von Marquez eine klare Meinung hat: "Ich bin absolut überzeugt, dass Valentino ihn nicht zu Fall bringen wollte. Er drängte ihn nach außen ab und wollte ihm mitteilen: 'Was machst du? Lass mich mein Rennen fahren und behindere mich nicht!'"

Beim Saisonfinale in Valencia fuhr Marquez rundenlang hinter Jorge Lorenzo her und startete keinen einzigen Angriff. Nicht nur Brivio fand das Verhalten des 22-jährigen Spaniers seltsam: "Es war nicht mehr der gewohnte Kampf Honda gegen Yamaha. Es ging meiner Meinung nach nur noch darum, die Mission zu Ende zu bringen und zu verhindern, dass Valentino den WM-Titel holt", betont der Suzuki-Teammanager.

Brivio hofft, dass sich die Spannungen in der neuen Saison lösen und der Sport in den Vordergrund rückt. Doch das Saisonfinale 2015 wird noch eine Weile in den Köpfen bleiben, das steht außer Frage. "Es war ein bitteres Finale für alle, die den Sport und vor allem die MotoGP lieben, weil wir so etwas nicht gewohnt sind", bedauert der Italiener.


(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 19.11.2015 01:46 von Olaf.)
12.11.2015 10:55
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